Die Eingewöhnung ist ein besonders sensibler und wichtiger Abschnitt – für das Kind ebenso wie für die Eltern. In meiner Kindertagespflege gestalte ich die Eingewöhnung individuell, behutsam und bindungsorientiert nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell.
Ziel ist es, dass sich Ihr Kind bei mir sicher, verstanden und angenommen fühlt und Schritt für Schritt eine vertrauensvolle Beziehung zu mir aufbauen kann.
Das Berliner Modell geht davon aus, dass Kinder neue Umgebungen nur dann entspannt erkunden können, wenn sie sich emotional sicher fühlen. Eine stabile Bindung ist daher die Grundlage für eine gelungene Eingewöhnung.
Die Eingewöhnung verläuft in mehreren Phasen und wird stets an die individuellen Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst:
In den ersten Tagen kommt Ihr Kind gemeinsam mit einer vertrauten Bezugsperson zu mir. Diese bleibt zunächst die ganze Zeit anwesend und gibt dem Kind Sicherheit. Ihr Kind darf in Ruhe ankommen, beobachten, spielen und erste Kontakte knüpfen – ohne Trennung.
Nach einigen Tagen erfolgt – in Absprache mit den Eltern – ein kurzer Trennungsversuch. Anhand der Reaktion Ihres Kindes entscheide ich gemeinsam mit Ihnen, wie der weitere Verlauf gestaltet wird.
Die Trennungszeiten werden langsam verlängert. Ihr Kind baut zunehmend Vertrauen zu mir auf und lässt sich in Alltagssituationen wie Spiel, Essen oder Pflege von mir begleiten.
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich Ihr Kind bei mir sicher fühlt, Trost annimmt und den Tagesablauf in meiner Kindertagespflege gut bewältigen kann.
Während der Eingewöhnung orientiere ich mich an einer achtsamen und respektvollen Haltung, die unter anderem von den Gedanken Maria Montessoris inspiriert ist:
Ich nehme mir Zeit für jedes Kind
Ich beobachte genau, was das Kind braucht
Ich dränge nicht, sondern begleite
Ich lasse dem Kind sein eigenes Tempo
Ganz im Sinne des Gedankens „Hilf mir, es selbst zu tun“ darf Ihr Kind die neue Umgebung selbst entdecken – getragen von einer sicheren Beziehung.
Während der Eingewöhnung haben die Eltern eine ganz besondere, eher ruhige und zurückhaltende Rolle. Ihre Anwesenheit gibt Ihrem Kind Sicherheit – ohne dass sie aktiv ins Spiel eingreifen müssen.
Mir ist wichtig, dass Eltern ihrem Kind die Möglichkeit geben, mich und die neue Umgebung selbst wahrzunehmen. Daher bitte ich Sie, sich während der Eingewöhnungszeit möglichst passiv zu verhalten. Viele Eltern empfinden es als hilfreich, sich bewusst ein Buch mitzunehmen, um ruhig sitzen zu bleiben und Gelassenheit auszustrahlen.
So kann Ihr Kind selbst entscheiden:
wann es Kontakt aufnimmt,
wie nah es kommen möchte,
und wann es bereit ist, sich von mir begleiten zu lassen.
Diese ruhige Präsenz unterstützt den Bindungsaufbau und hilft Ihrem Kind, sich sicher und eigenständig einzuleben.
Die Dauer der Eingewöhnung ist individuell und richtet sich nach dem Kind. In der Regel sollten zwei bis vier Wochen eingeplant werden. Manche Kinder benötigen mehr Zeit – diese bekommen sie bei mir.
Mein Ziel ist eine stressfreie, bindungssichere Eingewöhnung, in der sich Ihr Kind willkommen fühlt und Vertrauen entwickeln kann. Eine gelungene Eingewöhnung ist die Grundlage für Wohlbefinden, Entwicklung und Freude am Alltag in meiner Kindertagespflege.
Schlagwörter: Eingewöhnung Berliner Modell Tagespflege, Eingewöhnung Kindertagespflege, sanfte Eingewöhnung U3, Berliner Modell Eingewöhnung, bindungsorientierte Eingewöhnung, Tagesmutter Hörde, Tagesmutter Phoenixsee, Kindertagespflege Hörde, Kindertagespflege am Phoenixsee, Phoenixsee Dortmund Tagesmutter, Hörde KTTP